Aus einem Totenhaus Janacek

mit deutscher Übertitelung

Dirigent
Inszenierung
Bühnenbild
Kostüme
Lichtgestaltung
Choreinstudierung
Orchester
Chor

Mit

N. N. (Alexander Petrowitsch Gorjantschikoff), Ilker Arcayürek (Alej, ein junger Tartar), Reinaldo Macias (Filka Morosoff), Miroslav Christoff (der grosse Sträfling), Morgan Moody (der kleine Sträfling), Pavel Daniluk (der Platzkommandant), N. N. (der ganz alte Sträfling), Peter Straka (Skuratoff), Tomasz Slawinski (Tschekunoff), IOS (der betrunkene Sträfling), IOS (der Koch), IOS (der Schmied), Thomas Forde (der Pope), IOS (der junge Sträfling); IOS (Dirne); Thomas Tatzl (ein Sträfling (in der Rolle des Don Juans und des Brahminen)), Andreas Winkler (Kedril), Martin Zysset (Schapkin), Alexey Markov (Schischkoff), Boguslaw Bidzinski (Tscherewin), IOS (1. Wache), IOS (2. Wache), Miroslav Christoff (Stimme hinter der Szene)

«Aus einem Totenhaus» nach dem autobiografischen Roman von Fjodor Dostojewski ist eine der ungewöhnlichsten Opern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Entstanden 1927/28 an der Schwelle zur Technisierung des Massenmordes, wirkt Janácˇeks letzte Oper aus unserer heutigen Perspektive visionär. Auch musikalisch war der tschechische Komponist seiner Zeit voraus: Die äusserst sparsam instrumentierte Partitur wirkt asketisch, hart und spröde und ist doch ihrem Gegenstand mehr als angemessen. Schauplatz für das Geschehen ist ein sibirisches Straflager, in dem ausschliesslich Männer einsitzen. Janácˇek zeigt diese Schwerverbrecher jedoch nicht als brutale Bestien, sondern als Menschen, deren Taten emotional nachvollziehbar werden – getreu dem der Oper vorangestellten Motto: «In jeder Kreatur ein Funke Gottes». Thematisch und formal steht das Werk quer zur Operntradition; in lockerer Reihung berichten die Häftlinge einander vor dem Hintergrund des düsteren Lageralltags aus ihrer Vergangenheit. Lange Zeit missverstanden, ist «Aus einem Totenhaus» inzwischen längst als ein überragendes und trotz seiner Sprödigkeit überaus lebendiges Werk des Musiktheaters anerkannt. Regisseur Peter Konwitschny, von der Zeitschrift «Opernwelt» fünf Mal zum «Regisseur des Jahres» gewählt, wird dieses ungewöhnliche Werk auf die Bühne bringen; er arbeitet erstmals am Opernhaus Zürich. Die musikalische Leitung hat Ingo Metzmacher.

Vorstellungsinfos

Samstag, 18.06.2011, 20:00-22:00

Ort: Opernhaus
Abo/Preis: Misch-Abo, Preise V

Weitere Spieldaten:
Sa, 04.06.2011   Di, 07.06.2011   Do, 09.06.2011   Do, 23.06.2011   Sa, 25.06.2011   Fr, 01.07.2011  

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