Die Entwicklung des Zürcher Balletts seit den 1970er Jahren

Von 1978 bis 1985 war die Balanchine-Spezialistin Patricia Neary Ballettdirektorin. In ihrer Amtszeit traten Künstler wie Rudolf Nurejev und Gaye Fulton auf. 1985/1986 wurde der 2004 verstorbene Uwe Scholz zum Ballettdirektor und Chefchoreografen der Compagnie ernannt. 1992 berief Intendant Alexander Pereira den Wiener Bernd Roger Bienert zum neuen Chef des Zürcher Balletts, das jede Saison zwei bis drei Premieren und zwei Wiederaufnahmen zeigt.  Mit Beginn der Spielzeit 1996/1997 wurde der Basler Heinz Spoerli, einer der international renommiertesten Choreografen der Zeit, neuer Ballettdirektor.

Unter Heinz Spoerli pflegt die personell aufgestockte Ballett-Compagnie einen neoklassischen Tanzstil, der Ballette wie «Goldberg-Variationen», «Ein Sommernachtstraum» oder «Peer Gynt» zu von Publikum wie Kritik gleichermassen gelobten Erfolgen werden liess. Mit Werken wie «Giselle», «Der Nussknacker», «Schwanensee», «Coppelia», «Romeo und Julia», «Cinderella», «Don Quixote» oder «Raymonda» widmete sich Heinz Spoerli auch den grossen klassischen Handlungsballetten. Darüber hinaus brachte er mit «Brahms Ein Ballett», «…eine lichte, helle, schöne Ferne» (Mozart) , «…und mied den Wind», «In den Winden im Nichts», «Und wäre heute morgen und gestern jetzt» (Bach) oder «...allem nah, allem fern» (Mahler) abendfüllende eigene Choreografien, die jeweils dem Schaffen eines grossen Komponisten gewidmet sind, zur Uraufführung.

Regelmässig erarbeitet die Compagnie auch Werke anderer namhafter Choreografen wie Mats Ek, William Forsythe, Jirí Kylian, Hans van Manen oder Twyla Tharp. Das Zürcher Ballett hat ein Ensemble von etwa 40 Tänzerinnen und Tänzern. Hinzu kommt das von Heinz Spoerli ins Leben gerufene Junior Ballett, das sich der Nachwuchsförderung widmet. Regelmässig macht das Zürcher Ballett auf hochkarätigen, internationalen Gastspielen Furore.

175 Jahre Opernhaus Zürich

Hier finden Sie die Festschrift zum 175-jährigen Jubiläum der «Theater-Actiengesellschaft».
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